Textversion
StartseiteDeutschlandÖsterreichSchweizHundeschulenTierkrankheitenLexikonFirmenverzeichnisServiceOnlineshop

Tierkrankheiten:

Fische

Hund

Kaninchen

Katze

Meerschweinchen & Hamster

Pferd

Ratten

Reptilien

Schweine

Wiederkäuer

Vögel

Vögel:

Aspergillose

Bürzeldrüse

Federmilben

Federrupfen

GLS

Legenot

Nierengicht

Ornithose

Paramyxovirus

Trichomonaden-Infektion

Allgemein:

Startseite

Tierarztpraxis eintragen

Hundeschule eintragen

Unternehmen eintragen

my-Tierarzt | NEWS

Werbung

Kontakt

Impressum

Sitemap

Der Erreger Trichomonas gallinae führt zu einer Trichomonaden-Infektion. Trichomonaden verursachen bei Vögeln [vorwiegend bei Wellensittichen] Erbrechen. Es handelt sich bei den Krankheitserregern um Einzeller, die sich eigenständig und aus eigener Kraft fortbewegen. Da sie aber sehr klein sind [ca. 8 x 14 µm] und sich ausschließlich im Inneren des Körpers bewegen sind sie für das menschliche Auge nicht sichtbar und können nur unter dem Mikroskop erkannt werden. Die von Tichomonaden ausgelöste Krankheit wird Trichomoniasis genannt.

Trichomonaden besiedeln [eingetreten durch kleinste Wunden] die unter anderen Umständen keine schwerwiegenden Folgen nach sich ziehen, die Kropfschleimhaut. Trichomonaden bilden gelbliche Beläge und haben massive Schleimhautreizungen zur Folge. Die Erkrankung wird schwerwiegend, sobald die Trichomonaden tiefer ins Gewebe gelangen. Durch die Schleimhautreizung besteht darüber hinaus die Wahrscheinlichkeit, dass weitere Krankheitserreger das Tier befallen und sich zur Trichomonaden-Infektion noch Bakterien gesellen, diese führen dann zu schwerwiegenden Kropfinfektionen, bis hin zu Tod durch Verhungern.

Die Symptome:
Erbrechen gilt als häufigstes Symptom für Trichomonaden und zwar Erbrechen von Futter, vermischt mit klebrigem Schleim. Mitunter kommt es auch nur zu Schleimauswurf ohne Futterbeimengung. Manche Vögel würgen auch trocken oder Niesen häufig mit trockenem Würgen. Bedingt durch die Trichomonaden-Infektion kann es zu einer Verengung des Kropfausganges kommen. Die Folgen sind Kurzatmigkeit, Ermattung und überdurchschnittlich viel Schlaf. Auch fauliger bis fischiger Geruch aus dem Schnabel gilt als Indikator für eine Trichomonaden-Infektion. Wobei ein befallener Vogel nicht zwingend Schnabelgeruch ausströmt.

Die Ursache:
Trichomonaden sind hochgradig infektiös. Bei der Erkrankung eines Vogels ist also unumgänglich davon auszugehen, dass alle Tiere die in Kontakt stehen, infiziert wurden. Übertragungswege sind die Trinkwasser, das Würgen oder das Schnabeln sowie das Verfüttern von Nahrung an Jung oder Alttiere. Im Wasser können die Erreger bis zu 24 Stunden überleben und jeder Vogel, der von diesem Wasser trinkt, wird angesteckt. Tückisch ist, dass besonders Alttiere den Erreger lange in sich tragen können und somit weitere Vögel anstecken, selbst aber keinerlei Symptome zeigen. Gerade Stresssituationen wie z.B. das Mausern, ein Umzug, Neuzugang im Käfig, kann zur Massenvermehrung der Krankheit im Kropf führen und somit zum Ausbruch führen.

Die Behandlung und die Prophylaxe:
Wurde der Befall den Tierarzt festgestellt, muss eine Behandlung mit einem Antiparasitikum eingeleitet werden. Das Medikament sollte dann etwa eine Woche lang über das Trinkwasser verabreicht werden. Durch das hochgradige Infektionsrisiko muss der gesamte Vogelbestand behandelt werden. Genauso wichtig wie die medizinische Versorgung, ist die Desinfektion aller Gefäße mit denen die Vögel in Berührung kamen. Alle Gegenstände wie auch der Käfig selbst muss desinfiziert werden oder sehr heiß ausgewaschen. Befragen Sie hierzu unbedingt nochmals den Tierarzt für Ihren konkreten Fall.

Nach Abschluss der Behandlung sollte der Tierarzt mit Hilfe eines weiteren Abstriches den Therapieerfolg sich zu überzeugen. Die Vögel haben bei rechtzeitigem Erkennen der Krankheit eine gute Chance auf Heilung. Wird sie zu spät erkannt und die Erreger konnten bereits in tiefere Hautschichten eindringen, sinkt die Überlebenschance. Bei Verdacht sollte sofort der Tierarzt Ihres Vertrauens aufgesucht werden. Unbedingt zu beachten ist auch, dass ein weit verbreitetes Gerücht, Apfelessig würde die Trichomonaden abtöten, falsch ist!