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GLS [Going-Light-Syndrom] ist eine heimtückische, nicht heilbare Krankheit. Betroffen sind vor allem Wellensittiche. [aber auch andere Vogelarten können daran erkranken] Da die Krankheit schubweise voranschreitet und im Anfangsstadium schwer zu erkennen ist, kann GLS leicht in einen Schwarm eingeschleppt werden. GLS ist hochansteckend. Im Verlauf der Krankheit können die betroffenen Vögel ihr Futter immer schlechter verarbeiten und nehmen [wie der Name der Krankheit besagt] immer weiter an Gewicht ab. Trotz Futteraufnahme verhungern die Tiere.

Die Ursache:
GLS ist noch nicht vollständig bekannt. Man nimmt an, dass dabei sogenannte Megabakterien, die sich im Verdauungstrakt des Vogels ansiedeln beteiligt sind. Dabei handelt es sich allerdings nicht um wirkliche Bakterien, sondern um pilzähnliche Organismen oder Pilze mit dem Fachnamen Macrorhabdus ornithogaster. Bei erkrankten Tieren kann man zusätzlich oft eine bakterielle Sekundärinfektion mit dem Erreger Macrorhabdus ornithogaster nachweisen.

Je nach Nachweis der Megabakterien oder der zusätzlichen Erreger wird GLS auch als Megabakteriose oder Macrorhabdiose bezeichnet. Der Krankheitsverlauf ist allerdings immer gleich. Da es in der Fachliteratur verschiedene Ansichten gibt, wann es sich um GLS handelt, fassen wir dies hier als Oberbegriff zusammen.

Anders, als es der Name vermuten lässt, handelt es sich bei diesen Krankheitserregern nicht um große Bakterien, sondern um Pilze.

Die Symptome:
Das tückische an GLS ist, dass man dem erkrankten Vogel zu Beginn kaum ansehen kann, dass er an der Krankheit leidet. Dies lässt sich erst bei einem Krankheitsschub erkennen. Hier frisst der Vogel übermäßig viel. Gleichzeitig verliert der Vogel an Gewicht. Da der erkrankte Vogel das Futter nicht mehr optimal verdauen kann, kann man im Kot unverdaute Körnchen erkennen. Auch Würgen und Erbrechen kann man bei manchen Vögeln beobachten. Die meisten Symptome sind allerdings unspezifisch. Daher sollte man möglichst frühzeitig einen Tierarzt aufsuchen und die Erkrankung abklären. Bei Fortschreiten der Krankheit nimmt der Vogel immer weiter ab. Er wirkt dann oft apathisch. In der Endphase kann der Vogel kein Futter mehr weiterverwerten und verhungert.

Die Behandlung:
Handelt es sich um eine Erkrankung mit Megabakterien gibt es ein Medikament [Amphomoronal], mit welchem diese recht gut im Zaum gehalten werden können.
Unterstützend kann man dem erkrankten Vogel eine Diät zubereiten. Leider wiedersprechen sich auch hier die verschiedenen Ansichten, welcher Art die Zubereitung sein sollte.

Da die Krankheit nicht heilbar ist, handelt es sich meist nur um lebensverlängerte Maßnahmen. Auch bei bester Behandlung ist ein tödlicher Verlauf leider häufig.

Die Prophylaxe:
Neuzugänge sollten nicht sofort in den Schwarm gesetzt werden, sondern eine Weile separat gehalten werden [Quarantäne]. Man sollte weiterhin bei Neuzugängen auf Auffälligkeiten achten und den Kot auf Unverdautes untersuchen. Mehr kann man in Prinzip leider nicht machen.