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Aspergillose ist eine andauernde Schimmelpilzerkrankung der Atemwege. Diese Krankheit ist vor allem bei Vögeln verbreitet die im Umfeld des Menschen leben. Das Leiden gibt es auch bei Hunden aber auch Menschen können an daran erkranken. Die Therapie sollte so früh wie möglich, also am besten beim anfang der Symptome eingeleitet werden.

Bei verschiedenen Arten, wie den Beos, Graupapageien und verschiedenen Pionusarten stellt Aspergillose eine der häufigsten Todesursachen dar. Betroffen sind vor allem Arten, welche in tropischen Regionen beheimatet sind.

Erreger dieser Krankheit sind Pilzsporen der Gattung Aspergillus oder Mucor. Diese sind in Prinzip überall zu finden und gelangen über das Einatmen in den Vogel, wo sich die Sporen auf den Schleimhäuten des Atemtraktes niederlassen und vermehren.

Die Ursachen:
Nur das Einatmen der Sporen löst noch keine Erkrankung aus. Hierzu müssen unterstützende Faktoren kommen. Kritisch ist die Austrocknung der Schleimhäute bei den aus den Tropen kommenden Tieren. Insbesondere im Winter, wenn die Wohnung beheizt wird, kann die Luft zu trocken sein. Oft wird hier nur ein Wert von 30-40% Luftfeuchtigkeit erzielt, anstatt der in den Tropen üblichen knappen 90 %. Damit kommt es oft in der Winterzeit zu der Krankheit.

Problematisch kann zudem das Futter sein. Körnermischungen enthalten oft Erdnüsse, welche mit Pilzsporen verunreinigt sind. Die Krankheit tritt hier oft nicht kurzfristig auf, sondern entwickelt sich über mehrere Jahre. Eine falsche einseitige Ernährung kann auch dazu führen, dass Vögel zu wenige Mineralien und Vitamine zu sich nehmen. Ein Mangel an Vitamin A kann den Ausbruch von Aspergillose unterstützen.

Insgesamt werden von Aspergillose Vögel betroffen, welche über ein schwaches Immunsystem verfügen. Stress, schlechte Hygiene, häufige Besitzerwechsel begünstigen so den Ausbruch der Krankheit. Ebenso stellt das Stutzen der Schwungfedern eine Erhöhung der Gefahr dar. Flugunfähige Tiere belasten ihr Atemsystem unzureichend. Wenn der Vogel nicht fliegt, muss weniger Sauerstoff aufgenommen werden. Das bedeutet, dass das Atemsystem insgesamt mit weniger Frischluft in Kontakt kommt und sich Sporen leichter ablagern.Auch die Behandlung mit Medikamenten wie Cortison und eine nicht fachgerecht durchgeführte Antibiotikatherapie begünstigen die Erkrankung.

Die Symptome:
Der erkrankte Vogel hat Probleme beim Atmen. Kurzatmigkeit ist ebenso zu beobachten, wie ungewöhnliche Atemgeräusche. Das Tier bildet eine Art „Schnupfen“ aus und niest häufig. Dabei verkleben und verstopfen die Nasenlöcher. Im Verlauf kann das Tier unter akuter Atemnot leiden. Dieses kann tödlich enden. Der Vogel wird schwächer, macht einen apathischen Eindruck und magert ab. Das Tier wippt verstärkt mit dem Schwanz. Oft muss sich das Tier auch erbrechen. Die Stimme des Tieres wird schwächer, verändert sich, oder das Tier verstummt völlig. Unter Umständen kann es auch zum plötzlichen Tod des Tieres kommen.

Die Diagnose:
Es gibt keine spezielle Untersuchung zur Diagnose von Aspergillose. Nach einem genauen Bericht des Vogelhalters kann der Tierarzt allerdings seine Diagnose mit Hilfe verschiedener Labortechniken unterstützen. So kann ein Röntgenbild der Atemwege Veränderungen ausweisen. Ein Blutbild kann Entzündungszellen aufweisen, welche bei einer Aspergillose gewisse Veränderungen zeigen. Erreger können unter Umständen bei einem Abstrich von Nase oder Luftröhre nachgewiesen werden. Bei einer Endoskopie des Vogels können Organsysteme und die Atemwege mit einer Kamera untersucht werden.

Die Behandlung:
Die Therapie ist abhängig vom Zeitpunkt des Erkennens der Krankheit. Ist die Krankheit einmal ausgebrochen, ist die vollständige Heilung kaum mehr möglich. Die Behandlung zielt darauf ab, dass der Vogel trotz der Erkrankung ein möglichst normales, schmerzfreies Leben führt. Neben der Gabe von Medikamenten ist oft eine Endoskopie des Tieres angeraten. Hier werden die Atemwege zunächst wieder „frei gemacht“.

Zur Behandlung gehört, dass das Tier von Belastungen, welche die Erkrankung ausgelöst hat, befreit wird. Hierzu gehören oft eine Futterumstellung, sowie die Sicherstellung einer artgerechten Haltung. Da das erkrankte Tier mit der Krankheit leben muss, ist eine Langzeittherapie des Vogels durch den Halter und einen Tierarzt erforderlich. Die regelmäßige Nachkontrolle ist notwendig, um Verschlechterungen der Atemwege und akute Situationen frühzeitig zu erkennen.

Die Prophylaxe:
Es ist unmöglich die Tiere vor dem Kontakt mit den Pilzsporen zu schützen, da diese fast überall sind. Daher sollte der Halter auf möglichst optimale und artgerechte Haltung achten. Über regelmäßige Routinekontrollen bei einem Veterinär kann der Tierbesitzer vor dem Ausbruch der Krankheit schützen. Das ist insbesondere bei Besitzern von Graupapageien und Beos zu empfehlen!