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Hemipenisvorfall | Der Hemipenis ist das männliche Begattungsorgan bei den Schuppenkriechtieren, z.B. von Schlangen, Agamen & Geckos. Als Hemipenis- und Darmvorfall bezeichnet man die Ausstülpung des Darmes oder eines bzw. beider Hemipenes. Auch ein Kloakenvorfall ist möglich.

Ein Vorfall beim Hemipenis heißt, dass das Tier den Hemipenis nicht mehr selbstständig einziehen kann.

Die Ursache:
Ein Vorfall kann verschiedenste Ursachen haben. Die Ursache von Darmvorfällen kann von falscher Ernährung über Entzündungen bis zum Befall bestimmter Parasiten reichen. Hemipenisvorfalle sind meist bei Verletzungen bei der Paarung oder bei Sekretstauungen zu beobachten.

Die Symptome:
Der Darm stülpt aus. Dies ist relativ leicht als rotes, vielleicht gar blutendes Körperteilchen an der Kloake zu erkennen. Der Hemipenisvorfall kann man nur über eine längere Dauer erkennen, da es auch nach einer normalen Paarung ein Weilchen dauert, bis der Hemipenis/die Hemipenes wieder eingefahren sind. Dauert der Einfahrprozess aber länger und scheint keine Fortschritte zu machen kann es sich um einen Vorfall handeln. Nicht also gleich in Panik geraten, wenn beim "Leopardgecko" der Hemipenis heraushängt, sondern eine gewisse Zeit beobachten.

Die Prophylaxe:
Das Risiko eines Darmvorfalls kann durch eine artgerechte Haltung und durch regelmäßige Kotuntersuchungen auf Parasiten gemindert werden. Bei Hemipenisvorfällen gibt es hingegen keine wirksame Prophylaxe.

Die Behandlung:
Sehr wichtig ist eine frühzeitige Erkennung des Problems, da der ausgestülpte Darm oder Hemipenis sehr schnell austrocknet. Als erste Maßnahme drängt sich eine Befeuchtung der ausgestülpten Teile auf, um die Austrocknung zu verhindern. Anschließend kann man versuchen, das ausgestülpte Teil mit einem feuchten Wattestäbchen vorsichtig in die Kloake zurück zu massieren. Gelingt dies nicht, ist auf jeden Fall möglichst ein Tierarzt aufzusuchen. Um die Wartezeit möglichst unbeschadet zu überbrücken, sollten kalte, feuchte Kompressen aufgelegt werden. Die weitere Behandlung müssen mit dem Tierarzt besprochen werden.