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Häutungsprobleme | Schlangen wachsen ihr ganzes Leben lang. Daher wird es den Schlangen nach einiger Zeit in ihrer Haut zu eng und sie müssen aus der Haut fahren, also die alte Haut loswerden. Die neue Haut hat sich zu diesem Zeitpunkt schon unter der Alten gebildet. Das gilt ebenso für andere Reptilien.

Die Häutung:
Bei einem Häutungsvorgang von Schlangen wird die Grundfarbe der alten Haut immer blasser [aber nicht trocken]. Die Augen sind durch eine durchsichtige Schuppe geschützt, der Cornealschuppe, welche ebenfalls zunächst unklar und bläulich weiß wird. Dieses Unklarwerden schränkt die Sehfähigkeit der Schlange zunehmend ein, bis sie nahezu blind ist. Durch das verschlechterte Sehen wird das Tier unsicherer und damit auch verteidigungsbereiter. Ansonsten zeigt die Schlange sich eher lethargisch. In dieser Zeit ist das Risiko gebissen zu werden, für den Pfleger am größten. Diese Phase dauert ca. eine Woche, während denen die Futteraufnahme in der Regel verweigert wird. Es kann aber sein, das Nachzuchten auch in dieser Zeit fressen. Die Futtergabe ist aber nicht ratsam, da eine Dehnung der neuen empfindlichen Haut den Häutungsprozess behindern könnte. Das Verfüttern von lebenden Beutetieren während der Häutung ist besonders gefährlich, da ein als Futter gedachtes Nagetier den Kampf gegen eine fast erblindete Schlange gewinnen kann.

Probleme bei der Häutung:
Wenn die Haut in Fetzen oder Streifen abgestreift wird oder wenn die Augenschuppen oder Analschilder sich nicht von der neuen Haut lösen, kann es zu Problemen kommen. Gründe für eine unvollständige Häutung sind Dehydration, ein Mangel an UV-Strahlung, Hautverletzungen, Erkrankung und falsche Haltung. Die Brille [Cornealschuppe] ist die kritischste Stelle im Häutungsprozess. Es bedeutet den größten Stress für die Schlange, ihre Beute und Umgebung nicht richtig erkennen zu können.

Die Behandlung:
Die Haut manuell vom Auge zu entfernen, ist sehr schwierig. Die Augenhornhaut ist besonders empfindlich. Man sollte die Schlange über eine Dauer von 8 - 12 Stunden in warmen [ca: 26°] Wasser geben. Danach wird ein Wattestäbchen mit sterilem Wasser befeuchtet, mit dessen Hilfe die Haut um die Augen vorsichtig gerieben wird. Hilft das nicht, legt man Feuchtkompressen über die Augen. Das Tier wird in Tuchlagen gelegt und von Kopf bis Schwanz sacht abgerieben. In vielen Fällen lösen sich bei dieser Methode auch alte Augenschuppen und Analschilder.

Die gleichen Maßnahmen gelten auch für andere Reptilien wie oben angesprochene Bartagamen und Leopardgeckos. Sollte die Häutung misslingen, bleibt nur noch der Gang zum Tierarzt!

Die Prophylaxe:
In den meisten Fällen können Häutungsprobleme durch konstant artgerechte Luftfeuchtigkeit und ausreichende UV-Bestrahlung verhindert werden. Man sollte auch an Häutungshilfen wie Steine, Äste u.s.w. in den Terrarien denken. In der Häutungsphase sollte der Schlange ein Wasserbad angeboten werden, welches dem Tier bei den Vorbereitungen zur Häutung hilft.