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Reptilien leiden ab und an unter dem Befall von Flagellaten. Diese Erkrankung wird auch Geißeltierchen genannt und diese sind einzellige Lebewesen. Bei Menschen können sie Schleimhautinfektionen hervorrufen. Bei Schildkröten, Schlangen usw. rufen Flagellaten Darm & Nierenentzündungen hervor, wodurch die Reptilien abmagern und sterben können.

Die Ursache:
Bei dieser Erkrankung wird Kalziummangel angenommen. Agamen [Agamidae], Schlangen, Schildkröten und andere Reptilien, die ein geschwächtes Immunsystem aufweisen, haben keine Abwehrkräfte durch welche sie die Vermehrung von Flagellaten eindämmen können.

Die Symptome:
Da es sich bei Flagellaten um Darmbakterien handelt, leiden erkrankte Kriechtiere oft unter veränderten und wässrigen Kot, Erbrechen und habe eine langsame Fortbewegung. Dabei neigen die Gliedmasen zu zittern. Kranke Reptilien verlieren an Gewicht. Es kann auch zu Blutspuren im Kot kommen. Bei fortgeschrittenem Stadium kann sich das Tier nicht mehr umdrehen, wenn es auf den Rücken liegt. Bedrohlich ist auch, dass der Kiefer erweicht und sich beim Fressen stark verbiegt. Flagellaten befallen leider auch die Lunge, Eileiter, Gallenblase und die Harnleiter. Als Folgeerkrankung kann eine Dünndarmentzündung auftreten. Befallene Reptilien zeigen sich hier apathisch und nehmen in Prinzip keine Nahrung mehr auf. Dies kann zu Krämpfen führen.

Die Diagnose:
Die Diagnose erfolgt über eine Untersuchung des Kots. Die Kotprobe darf hierbei nicht zu alt sein, da die Flagellaten außerhalb des Körpers der befallenen Schlangen und Schildkröten schnell absterben und nicht mehr nachweisbar sind. Wenn das Tier das Futter verweigert ist ein Abstrich zu machen.

Die Behandlung:
Flagellaten sind gut behandelbar, wenn man die Erkrankung frühzeitig feststellt. Der Tierarzt behandelt mit dem Wirkstoff Metronidazol. Dieser Wirkstoff ist neben Flagellaten auch gegen Amöben und andere Bakterien aktiv. Wird das Kriechtier zu spät zum Veterinär gebracht, kann die Krankheit auch tödlich verlaufen. Beobachten sie das Tier also regelmäßig, so dass der Befall frühzeitig erkannt wird.