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Das Sommerekzem ist eine teils erbliche Hautkrankheit von Pferden. Besonders an der Schweifrübe der Pferde, der Fortsetzung der Wirbelsäule vom 15 bis 21 Wirbel, kann diese Krankheit auftauchen. Neben der Schweifrübe sind der Mähnenkamm und / auch der Bauch und Kruppe sowie die Ohren und Kinn, die am häufigsten betroffenen Stellen beim Pferd.

Die Ursache:
Dabei handelt es sich um eine Allergie gegen den Speichel verschiedener Insekten. Das Pferd reagiert hypersensibel [Hypersensitivität Typ 1] auf den Speichel. Dabei ist vor allem der Stich von Culexmücken und / oder auch Krieblmücken sind schuld. Doch bei dieser Mückenart ist weniger der Speichel gefährlich, als vielmehr das Gift, welches zu Herz und Kreislaufproblemen bei Pferden und Rindern führen kann. Das Sommerekzem kann bei allen Pferderassen auftreten. Besonders anfällig sind importierte Islandpferde. Nach dem Import kann es bei diesen zu einer Überreaktion des Immunsystems der Pferde kommen. Werden die Islandpferde aber auf dem Festland gezogen, ist diese Rasse nicht anfälliger als alle anderen Pferderassen.

Die Symptome:
Nach dem Insektenstich bilden sich kleine Pusteln. Diese sind aber meist kaum zu erkennen.
Das Pferd zeigt einen auffälligen Drang sich ständig zu scheuern. Zudem ist das Pferd insgesamt unruhig. Durch das Scheuern fallen an den betroffenen Stellen Haare aus. Es bilden sich in der Folgezeit offene Stellen, die auch eitrig sein können. Dadurch werden weitere Insekten angezogen, welche hier leicht stechen können. Es entsteht daher eine weitere Verschlimmerung. Dieser Kreislauf muss durch eine richtige Behandlung gestoppt werden.

Die Prophylaxe:
Schutz der Pferde vor Insektenstichen ist das wichtigste und einfachste Mittel zur Prophylaxe.
Dabei kann man das Pferd mit einer Ekzemer-Decke eindecken. Der Weidegang sollte auf Zeiten gelegt werden, in welchen wenige Mücken unterwegs sind. Bei trockener Hitze, sowie bei Wind und Kälte also tagsüber. Kritisch sind vor allem die Abendstunden. Das Verfüttern von Knoblauch gilt auch als wirksamer Schutz. Das Pferd kann zudem mit Babyöl eingerieben werden. Die Insekten kommen so nicht mehr an die Haut. Melkfett, Vaseline, Teebaumöl, Teebaumsalben, Teebaumcremes sind für die Behandlung bei Pferde auch empfehlenswert.

Die Behandlung:
Zur Behandlung zunächst die betroffenen Stellen einreiben, wie oben beschrieben. Zur Therapie empfiehlt sich eine Immuntherapie [SIT] gegen die Allergie. Dabei wird ein aufbereiteter Insekten-Allergenextrakt dem Pferd über einen bestimmten Zeitraum in ansteigender Form injiziert. Das Pferd entwickelt so langsam eine Resistenz gegen die Insekten. Kritiker dieser Therapieform bemängeln jedoch, dass nicht nur die allergieauslösenden Stoffe der Insekten sondern quasi das behandelte, aber dennoch ganze Insekt injiziert wird. Die Gefahr dieses Vorgehens liegt darin, dass Pferde im Anschluss an eine SIT auf weitere Insektenbestandteile allergisch reagieren können, die geplante Desensibilisierung des Körpers also zu einer Hypersensibilisierung führt. Voraussetzung für eine SIT ist eine exakte Diagnose, die den oder die Auslöser der Symptome ganzjährig identifiziert. In akuten Phasen kann der Tierarzt Cortison, als Injektion und auch als Salbe, verabreichen.