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Das Koppen ist eine Verhaltensstörung des Pferdes und zählt zu den Stereotypien. Das Koppen beim Pferd bezeichnet das Öffnen des Schlundkopfes, durch Anspannen der unteren Halsmuskulatur, woraufhin Luft in die Speiseröhre einströmt. Dabei entsteht meist ein deutlich hörbares Geräusch, ähnlich einem Rülpser beim Menschen. Man unterscheidet zwei Formen des Koppens: Aufsetzkoppen und Freikoppen. Beim Aufsetzkoppen setzt das Pferd die oberen Schneidezähne auf einen Gegenstand auf. Dabei wird der Hals stark gebogen. Dies kann die Futterkrippe, ein Balken oder Ähnliches sein. Manche Pferde erfassen den Gegenstand auch mit den Zähnen. Beim Freikoppen bewegt das Pferd seinen Kopf erst zur Brust und dann in einer ruckartigen Bewegung nach vorne. Aufsetzkopper kommen weitaus häufiger vor.

Die Ursachen:
Die Ursachen des Koppens beim Pferd sind nicht gänzlich geklärt. Nachgewiesen ist jedoch, dass Pferde mit nicht ausreichenden Beschäftigungsmöglichkeiten, zu wenig Bewegung oder fehlendem Kontakt zu Artgenossen eher zum Koppen neigen. Das Koppen kann also eine Reaktion auf Langeweile sein. Andererseits haben Studien gezeigt, dass in bestimmten Zuchtlinien das Koppen wesentlich häufiger Auftritt als in anderen. Es liegt also nahe, dass es auch eine genetische Anlage zum Koppen gibt, die vererbbar ist. Weiterhin konnte auch ein Zusammenhang zwischen schlechter Fütterung, d. h. insbesondere zu wenig Rauhfutter, und dem Koppen hergestellt werden. Bei der Entstehung von Magengeschwüren bei Pferden spielt die Fütterung ebenfalls eine große Rolle. Neuere Studien deuten darauf hin, dass das Koppen auch eine Reaktion auf die Entstehung eines Magengeschwüres sein kann.

Die Folgen:
Die Folgen des Koppens sind eine übermäßige Ausbildung der Halsmuskulatur und bei „Aufsetzkoppern“ eine verstärkte Abnutzung der oberen Schneidezähne. An manchen Stellen wurde ein Zusammenhang zum Auftreten von Koliken hergestellt. Dies konnte aber nicht als direkte Folge des Koppens nachgewiesen werden. Diese „Krankheit“ hat meist keine schwerwiegenden Folgen für das Pferd, sondern wird hauptsächlich von den Besitzern als störend empfunden.

Die Therapie:
Es ist sehr schwierig zu erreichen, dass ein Pferd, welches mit dem Koppen begonnen hat, wieder damit aufhört. Natürlich sollten in jedem Fall Haltung und Fütterung optimiert und die Möglichkeit eines Magengeschwüres ausgeschlossen werden. Um das Symptom des Koppens und nicht die Ursachen abzustellen, gibt es verschiedene Therapien.

Eine medikamentöse Therapie ist das Verabreichen von Antagonisten wie Serotonin. Nach Absetzen des Medikaments beginnt das Pferd aber sofort wieder zu koppen. Der Kopperriemen ist ein Halsband, das die Anspannung der Halsmuskulatur beim Pferd erschweren soll und kann Erfolge erzielen, wenn er sehr früh eingesetzt wird.
Bei der operativen Therapie werden die für das Koppen notwendigen Halsmuskeln funktionsunfähig gemacht. Diese Therapie hat eine hohe Erfolgsrate. Je früher operiert wird, desto besser sind die Erfolgsaussichten.

Oder als Halter sollte man das soziale Umfeld des Pferdes optimieren, damit das Pferd mehr oder anderweitige Beschäftigung hat und eventuell mit dem Koppen aufhört.