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Auch bei Hamstern herrschen die üblichen Zahnprobleme vor, die von Mensch und Tieren bekannt sind [Karies, Parodontitis, Zahnwurzelentzündungen & Co.]. Darüber hinaus können insbesondere die Schneidezähne [Nagezähne] Probleme bereiten. Auch wenn das Gebiss nicht so groß ist und so die Behandlung diffiziler als z.B. bei einem Pferd ist - eine Behandlung muss sein.

Hierzu muss man wissen, dass die Schneidezähne von Hamstern ununterbrochen nachwachsen. Das ist sicherlich ein Vorteil der Hamster gegenüber z.B. dem Hund. Der Nachteil des Hamsters ist, dass die Zähne, die ohne Unterlass wachsen zu lang werden. Der Hamster hat bei zu langen Zähnen Probleme bei der Nahrungsaufnahme.

Die Symptome:
Ungeöffnete Sonnenblumenkerne sind hier ein Warnhinweis! Nahrungsverweigerung ein Garant für Zahnprobleme.

Die Ursache:
Die Ursachen können wie folgt sein: Es handelt sich um eine angeborene oder aber um eine erworbene Zahnfehlstellung. Diese könnte an einem abgebrochenen Zahn liegen, dann kann der Gegenzahn sich nicht mehr abnutzen und wächst unkontrolliert weiter. Diese Problematik ergibt sich auch aus der operativen Entfernung eines Schneidezahns.

Die Behandlung und die Prophylaxe:
Der Gegenzahn muss fortan regelmäßig im Abstand von drei bis vier Wochen gekürzt werden. Erfolgt dies nicht, kann im schlimmsten Fall der Zahn in den Gaumen einwachsen und zu Verletzungen / Entzündungen führen. Das Tier hat dann große Schmerzen und wir spätestens jetzt die Nahrungsaufnahme einstellen. Der Zustand ist lebensgefährlich und es sollte sofort tierärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.

Je nach Zahnproblematik reicht es meist, die Zähne regelmäßig zu kürzen. Mit etwas Glück kann sich die Zahnfehlstellung wieder regulieren, wenn der fehlgewachsene Zahn stark gekürzt wurde. Pendelt sich das Wachstum nicht von alleine wieder ein, muss regelmäßig gekürzt werden.

Bei besonders schweren Fällen muss der Zahn eventuell operativ entfernt werden. Die OP ist sehr riskant! Nicht nur das Narkoserisiko birgt eine Gefahr, viel bedenklicher ist die Tatsache, dass der Zahn bogenförmig in den Kopf wachsen könnte. Das würde bedeuten, dass der Zahn eine lange Kurve im Schädel beschreibt. Bricht der Zahn während der Extraktion ab wird er mit recht hoher Wahrscheinlichkeit nach innen unkontrolliert weiterwachsen. In diesem Fall ist dem Tier nicht mehr zu helfen, es kann nur noch eingeschläfert werden.