Textversion
StartseiteDeutschlandÖsterreichSchweizHundeschulenTierkrankheitenLexikonFirmenverzeichnisServiceOnlineshop

Tierkrankheiten:

Fische

Hund

Kaninchen

Katze

Meerschweinchen & Hamster

Pferd

Ratten

Reptilien

Schweine

Wiederkäuer

Vögel

Meerschweinchen & Hamster:

Atemwegserkrankung

Durchfall

Hechtgebiss

Darmmykose

Haarlinge

Lippengrind

Satinkrankheit

Verletzungen

Zahnprobleme

Allgemein:

Startseite

Tierarztpraxis eintragen

Hundeschule eintragen

Unternehmen eintragen

my-Tierarzt | NEWS

Werbung

Kontakt

Impressum

Sitemap

Durchfall ist ein Symptom und kann bei Hamstern Anzeichen für verschiedene Krankheiten sein. Andere Bezeichnungen sind auch: Proliferative Ileitis, Transmissible Ileiumhyperplasie, Wet Tail, Akute Enteritis u.s.w. Zur Therapie eignen sich Hausmittel wie Kamillentee, aber man sollte seinen Hamster so schnell als möglich zum Tierarzt bringen, da Durchfall bei Hamstern sehr schnell zum Tode führen kann.

Das Symptom:
Da sich Hamster sehr grünlich putzen ist Durchfall schwer am Tier selbst zu erkennen. Im Nest und Gehege findet man aber häufig schmierige oder gar breiigen Kot. Der kann ungewöhnlich stark stinken. Ist das Tier teilnahmslos, frisst wenig, spielt nicht, das Fell ist struppig und schlecht zudem geputzt.

Die Ursachen:
Bei neu gekauften Tieren kann die Umstellung auf das neue Futter zu Durchfall führen. Neue Tiere, ganz besonders Jungtiere sollten sehr langsam an das neue Futter gewöhnt werden, da sonst der Darm kollabiert. Dasselbe gilt beim Kauf eines neuen Futters. Problem kann auch eine größere Menge Frischfutter sein, welches der Hamster nicht gewohnt ist.

Ein weiterer Grund für Durchfall kann auch gespritztes und nur unzureichend gewaschenes Gemüse oder Obst sein [also eine Vergiftung] oder nicht gut abgetrocknetes Gemüse und Grünfutter, sowie verschimmeltes oder schlechtes Trockenfutter.

Durchfall kann auch ein Anzeichen einer bakteriellen oder viruellen Infektion sein. Ein Grund für Durchfall kann ebenfalls ein Befall mit Würmern sein. Massiver Juckreiz im Analbereich weist auf Würmer hin. Auch ein Befall mit Einzellern kommt leider häufig vor. Weitere Gründe: Der Hamster hat Katzenstreu, Plastik, giftiges Einstreu, Zigaretten, Giftige Pflanzen usw. gefressen. Auch Stress gilt als ein Grund für Durchfall. Dabei erlahmt das Immunsystem und Parasiten, Bakterien etc. haben ein leichtes Spiel. Häufiges Wecken und Reinigen des Käfigs, ein Umzug - all das kann zu Durchfall führen.
Ständig wiederkehrende Durchfälle ohne Befunde haben ihre Ursache meist in einer falschen Ernährung oder massivem Stress. Die Ernährung sollte überdacht werden, der Hamster braucht mehr Ruhe!

Die Behandlung und die Prophylaxe:
So schnell als möglich nach Entdeckung von Durchfall sollte der Hamster zum Tierarzt gebracht werden. Wenn nach einem Tag noch keine Besserung eingetreten ist, sollte der Tierarzt eine Kotprobe untersuchen, um Wurmeier, Einzeller sowie Bakterien nachweisen bzw. auszuschließen.
Durchfall bei Hamstern sollte niemals länger als 24 Stunden nach der Entdeckung behandelt werden [länger andauernder Durchfall führt zum Tode!]
Aufbauspritzen sind bei Hamstern meist nicht nötig. Bei Infektionen ist eine Behandlung mit einem Antibiotikum notwendig. Leider sind diese Medikamente schwer zu dosieren, weshalb sie häufig über das Trinkwasser gegeben werden sollen. Allerdings trinken die meisten Hamster nicht regelmäßig, von daher ist eine Aufnahme des Medikaments so nicht unbedingt gewährleistet.

Ungewohntes Grün- und Saftfutter sollte so lange nicht geben werden, bis der Kot wieder fest ist. Trockenfutter sollte immer im Käfig vorhanden sein. Versuchen Sie die Ursache für die Erkrankung abzuklären, überprüfen Sie vor allem das Futter. Ist der Hamster an Möhren und Fenchel oder auch an Gurken gewöhnt, darf er diese weiter bekommen. Verzichten sollte man auf Salate und Blattgemüse.

Die verschmutzte Afterregion sollte mit einem Waschlappen gereinigt werden. Ansonsten entstehen leicht Hautreizungen und Entzündungen.

Hamster müssen vor Austrocknung geschützt werden. Sollte es nicht selber trinken, ist es Wichtig ihm Wasser [oder Kamillentee] einzuflößen. Am besten eine Pipette mehrmals am Tag anlegen. Es genügt reines Wasser. Kommt man nicht rechtzeitig zum Einflößen von Flüssigkeit, und das Tier ist schon dehydriert, muss man es schleunigst zum Tierarzt bringen. Dieser behandelt das Tier dann mit einer elektrolytischen Injektion. Eine Austrocknung des Tieres erkennt man, wenn beim Ziehen einer Hautfalte diese stehen bleibt und nicht sich nicht mehr an den Körper anlegt.