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Mycoplasmosis ist eine der häufigsten Ratten- und Meerschweinchenkrankheiten. Sie wird durch das Bakterium Mycoplasma pulmonis [M. pulmonis] ausgelöst und ist eine nicht heilbare Infektionskrankheit der Atemwege, die zum Tod des Tieres führt. Das Bakterium ist höchst ansteckend [nicht für Menschen].

Die Symptome:
Als erstes Zeichen tritt häufiges Niesen auf. Auch wenn das Niesen wieder nachlässt wird es im Laufe des Lebens immer wiederkehren. Zu Beachten ist, auch wenn man das Tier nicht Niesen sieht, ob sich im Käfig Spritzer von rot-brauner Flüssigkeit befinden [Porphyrin]. Porphyrin bildet sich in einer Drüse hinter dem Auge, läuft durch die Nase und wird beim Niesen hinaus gesprüht. Ein eindeutiges Indiz von Mycoplasmosis.

Das gefährliche an dieser Infektion ist, das sie schleichend ist. Erst nach einigen Monaten verschlechtert sich der Allgemeinzustand des Meerschweinchens. Hörbare Lungen und Atemgeräusche sind festzustellen. Es klingt fast so, als ob das Tier spricht. Entwickelt sich die Krankheit weiter, kann man deutliches „Flankenatmen“ wahrnehmen [es hat Mühe beim Atmen und hebt und senkt auffällig die Flanken]. Verschlechtert sich der Zustand weiter und das Meerschweinchen kann nur noch mit offenem Mund nach Luft schnappen sollte man dem Leiden ein Ende bereiten und das Tier einschläfern.

Die Ursache:
Mycoplasmosis bricht vermehrt aus, wenn das Tier „nicht Artgerecht“ gehalten wird. Hierzu zählen Zigarettenrauch, Ammoniak aus schlecht gereinigtem Käfig, Vitamin A Mangel und Vitamin E Mangel. Häufig bricht die Krankheit durch eine Lungenentzündung oder einen anderen Infekt aus.

Es wurde auch festgestellt, das Farbratten häufig chronische Atemwegsinfektionen [CRD] haben, die nach Analysen, auf Mycoplasma pulmonis zurückzuführen sind. Es wird daher vermutet, dass eine genetische Veranlagung vorliegt, die diese Krankheit zum Ausbruch bringt.

Die Behandlung und die Prophylaxe:
Mycoplasmosis kann in eingeschränktem Umfang medikamentös behandelt werden. Grundsätzlich ist bei niesenden Ratten und Tieren mit hörbaren Atemgeräuschen dringend geraten einen Tierarzt aufzusuchen. Dieser wird bei der Diagnose in aller Regel ein Antibiotika [z.B. Unisol 10%] verschreiben, bei fortgeschrittener Atemnot oftmals auch ein Corticosteroid. Corticosteroide haben die Aufgabe die Entzündung der Lunge abschwellen zu lassen. Grundsätzlich besteht die Hoffnung, bei gewissenhafter Medikamentengabe, einem Meerschweinchen angehangene Lebenszeit zu bereiten.