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Die Sarcoptes-Räude des Hundes ist eine hochansteckende parasitäre Hauterkrankung. Die Übertragung erfolgt durch die Räudemilbe Sarcoptes scabiei var. canis. Sie ist durch gerötete Papeln, bei schwerem Verlauf durch Krusten bildende Hautveränderungen gekennzeichnet. Die Bekämpfung erfolgt durch milbenabtötende Mittel.

Die Räudemilbe des Hundes gehört zu den Grabmilben. Sie befällt vor allem Hunde. Der Parasit besitzt eine relative Wirtsspezifität. Gelegentlich kann er auch beim Fuchs und bei Katzen auftreten. Selbst beim Menschen kann die Räudemilbe eine kurzzeitige Erkrankung mit Juckreiz und kleinen Papeln auslösen, heilt aber im Regelfall spontan nach wenigen Tagen aus. Dies wird auch als Pseudo-Krätze bezeichnet.

Die Milbe entwickelt sich vollständig auf oder in der Haut des befallenen Hundes. Die Männchen leben auf der Hautoberfläche oder in flachen Tunneln. Dort findet die Kopulation statt, nach der die Männchen sterben. Weibliche Milben graben sich mit ihren Mundwerkzeugen in die Haut ein und ernähren sich von Keratin und Gewebsflüssigkeit. Nach der Kopulation legen die Weibchen fortwährend Eier in die von ihnen gegrabenen Gänge. Der Entwicklungszyklus der Grabmilben dauert etwa 3 Wochen und zeigt drei Entwicklungsstufen. Aus den Eiern schlüpfen nach 3 bis 5 Tagen die Larven. Sie tragen nur drei Beinpaare und leben hauptsächlich in den Bohrgängen. Die Larven häuten sich in eigenen Hautnischen zu Nymphen, die morphologisch den erwachsenen Weibchen ähneln, aber wesentlich kleiner und noch nicht geschlechtsdifferenziert sind. Diese häuten sich zu den erwachsenen Grabmilben. Die Übertragung erfolgt durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren. Die Sarcoptes-Räude ist hochansteckend.

Die Symptome:
Die Räude zeigt sich zunächst in Form von geröteten kleinen Papeln, eventuell auch Pusteln. Sie treten vor allem an Ellenbogen und Bauch auf. Im weiteren Verlauf zu einer starken Hautrötung. Wegen des starken Juckreizes, den die Milben auslösen entstehen durch das Kratzen der Hunde selbstzugefügte Hautveränderungen wie Haarausfall, Schuppung, Krusten und übermäßiger Verhornung. Häufig sind davon Außenseiten der Gliedmaßen und die Ränder der Ohrmuschel betroffen. Die typischen Symptome werden wahrscheinlich nicht durch die Milben selbst ausgelöst, sondern durch allergische Reaktionen der Hunde.

Die Behandlung:
Der Tierarzt erkennt Räude bei Hund relativ leicht durch kleinere Hautproben. Die Behandlung umfasst vor allem Waschungen mit speziellen Schampoos. Diese enthalten Wirkstoffe, töten die Räudemilbe ab.

Räude ist also keine wirklich schwere Erkrankung bei Hunden. Trotzdem sollte man bei ersten Anzeichen schnellstmöglich den Tierarzt Ihres Vertrauens aufsuchen und eine Behandlung einleiten. Ihr Hund wird es Ihnen danken, da er unter sehr starken und hartnäckigen Juckreiz leidet.