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Dackellähme [Teckellähme] nennt man das Krankheitssymptom bei Hunde, welche durch einen genetisch fixierten Bandscheibenvorfall ausgelöst wurden. Dabei liegt eine Knorpelwachstumsstörung vor.

Die Ursache:
Bei dem betroffenen Hund sind die Bandscheiben degeneriert [funktionelle Abweichung]. Dabei werden in den zentral liegenden elastischen, gallertigen Bandscheibenkernen in knorpelartiges, verkalktes, teilweise abgestorbenes Gewebe umgewandelt. Der so umgewandelte Bandscheibenkern ist somit nicht mehr stabil. Außerdem wird die Bandscheibe unelastisch und kann kaum mehr belastet werden. Bei Belastung kann die Bandscheibe einreißen. Durch einen Bandscheibenvorfall werden Quetschungen und Schädigungen des Nervengewebes verursacht, welche wiederum entsprechende klinische Ausfallserscheinungen der Nervenfunktion nach sich zieht.

Betroffen sind meist kleinere Hunderassen. Wie der Name schon sagt, sind relativ häufig Dackel betroffen, aber auch Pekinesen, Spaniel, Scottish Terrier, Französische Bulldoggen und Zwergpudel sind für diese Erkrankung anfällig.

Die Erkrankung tritt vor allem bei Hunden im Alter zwischen zwei und sieben Jahren auf. Betroffen sind meist die am stärksten beanspruchten Teile der Wirbelsäule zwischen elftem Brust- und drittem Lendenwirbel, seltener die Kaudale Lendenwirbelsäule zwischen fünftem Lendenwirbel und Kreuzbein sowie die Halswirbelsäule zwischen dem zweiten und siebten Halswirbel.

Die Symptome:
Der betroffen Hund zeigt deutliche Störungen im Bewegungsapparat. Sollten Nerven betroffen sein, kann es zu Ausfällen ganzer Körpergegenden kommen. Eine komplette Lähmung der Beckengliedmaßen, bzw. eine schlaffe Lähmung betroffener Stellen sind der Extremfall. Oft kann der Hund nur schwer Harn und Kot absetzten. Wenn die Halswirbelsäule betroffen ist, sind die Vordergliedmaßen zusätzlich von beschriebenen Symptomen betroffen. Bei länger bestehender Dackellähme kommt es zu Druckstellen und Hautschäden.

Die Behandlung:
Dackellähme kann nicht unbedingt eindeutig durch eine einfache Röntgenaufnahme diagnostiziert werden, da sich die vorgefallenen Bandscheibenanteile meist im Röntgen nicht deutlich nachweisen lassen. Daher ist meist eine neurologische Untersuchung hilfreich. Hier kann man deutliche Anhaltspunkte für die Schädigung und den Ort der Schädigung finden. Nimmt man noch die Rassezugehörigkeit des betroffenen Tieres in Betracht, genügt dies meist zur Diagnose. Letzte Sicherheit über das Ausmaß des Schadens kann eine Magnetresonanztomographie geben.

Je nach Grad der Erkrankung ist ein chirurgischer Eingriff sinnvoll. Dabei wird eine Entlastung des Rückenmarks herbeigeführt. Nach einer erfolgreichen Operation kann die Genesung mit spezieller Physiotherapie beschleunigt werden.
Bei schwererer Erkrankung kann man mit Medikamenten eine konservative Therapie einleiten. Diese zielt darauf ab, entzündliche Reaktionen durch Medikamente zu verlangsamen.

Trotz der verschiedenen Formen der Behandlung von Dackellähme kann die Krankheit weiter fortschreiten. Das betroffene Tier leidet dabei unter zunehmenden Schmerzen und seine Beweglichkeit ist zu sehr eingeschränkt. Auch wenn es dem Besitzer des Hundes schwerfällt steht manchmal das Einschläfern am Ende der Krankheitsgeschichte.