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Kiemenwürmer werden auch Kiemensaugwürmer genannt. Sie gehören zu der Gattung Hakensaugwürmen an und sind kleine mit Haken besetzte Würmer. Wie der Name schon sagt, nisten sich Kiemenwürmer in den Kiemen aber auch auf der Haut der Fische ein. Kiemenwürmer können praktisch alle Fische befallen. Bei Fischen, die sehr stark befallen sind, werden von den Kiemenwürmern die Schleimhäute und Kiemengewebe gefressen. Dies kann für den Fisch mit dem Tod enden. Die Behandlung besteht aus speziellen Bädern und verschiedenen Medikamenten, welche der Tierarzt verschreiben kann.

Die Symptome und Diagnose:
Unter dem Mikroskop sind Kiemenwürmer leicht zu erkennen. Sie werden 0,1-1 mm groß. Die Eier sinken nach der Ablage auf den Grund des Aquariums und warten nach dem Schlüpfen auch dort auf neue Wirte. Nach der Eiablage stirbt der Kiemenwurm. Die frisch geschlüpften Würmer überleben allerdings bis zu 2 Wochen in welchen sie einen neuen Wirt suchen. Neben den Würmern selbst kann man den Befall auch an Trübungen der Haut und Verfärbungen der Kiemen erkennen. Die Kiemen verfärben sich von schwachrosa bis zu gelblich. Die Kiemendeckel stehen ab, können aber auch komplett geschlossen bleiben. Man kann in den Kiemen kleine Punkte oder auch Fäden sehen.
Auch das Schwimmverhalten der befallenen Fische ändert sich. Zunächst schwimmen die Fische unruhiger und sind insgesamt schreckhafter. Oft schwimmen sie gegen den Strom und versuchen ihr Leiden durch Scheuern zu mindern. Ist der Befall fortgeschritten, schwimmen die Fische oft an der Oberfläche um Luft zu holen. Ist ihnen das nicht möglich, schwimmen die Fische gar nicht mehr, sondern halten sich am Boden auf und atmen schwerfällig.

Die Ursachen:
Über bereits befallene Tiere oder Pflanzen, auf welchen Eier liegen kann man Kiemenwürmer in sein Aquarium einschleppen.

Die Prophylaxe:
Um das Problem nicht einzuschleppen, sollte man neu gekaufte Fische und Pflanzen zunächst in einem Quarantänebecken halten. Pflanzen sollten zudem mit Wasser abgespült werden. Ist kein Quarantänebecken vorhanden, kann man die Fische und Pflanzen auch in einem Eimer aufbewahren. Durch regelmäßige Teilwasserwechsel, auf einen niedrigen Belastungsgrad des Wassers achten da Schwächungen der Tiere zu schnelleren Befall führen können.

Die Behandlung:
Zur Behandlung 10-15 Min Bäder mit Kochsalz können bei leichtem Befall helfen. Hier hilft der Effekt, der kurzzeitigen Abschwellung der Kiemendeckel. Bei stärkerem Befall hat sich auch eine Behandlung mit „Formalin“ bewährt.

Das Aquarium bekommt man wieder wurmfrei, wenn man die Fische für die Lebensdauer der Würmer ohne Wirte, also maximal 2 Wochen, in ein anderes Becken umsetzt. Wenn das Becken wurmfrei ist, können gesunde Tiere wieder eingesetzt werden.

Eine Temperaturerhöhung des Wassers ist hingegen nicht zu empfehlen. Die befallenen Tiere bekommen hier noch schlechter Luft, als dies wegen der geschwollenen Kiemen bei Befall sowieso gegeben ist.

Bei Jungtieren sind die Heilungschancen geringer als bei ausgewachsenen Tieren. Bei kleineren Fischen wie dem Diskus ist der Krankheitsverlauf schneller als bei großen wie dem Koi. Ansonsten ist die Heilungschance wesentlich vom Grad des Befalls und der allgemeinen Konstitution der Fische abhängig.

Auf dem Markt gibt es verschiedene Medikamente gegen Kiemenwürmer. Fragen Sie ihren Tierarzt nach geeigneten Mittel.